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NGVC — Natural Grocers by Vitamin Cottage News Story

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Hintergrund: Beyond Meat mischt mit veganen Burgern den Handel auf

* Kampf um das Fleischregal ist in den USA voll entbrannt
    * Startup wirbt gezielt um Kunden, die gerne Fleisch essen
    * Bratlinge auf Erbsenbasis sehen wie "echte" Burger aus
    * Experten sehen für den Markt großes Wachstumspotential

    By Tina Bellon and Patricia Weiss
    New York/Frankfurt, 07. Jun (Reuters) - In den USA ist der
Kampf ums Fleischregal entbrannt. Neben Würstchen und Steaks
liegen dort inzwischen auch vegane Ersatzprodukte wie die
fleischlosen Burger von Beyond Meat BYND.O . Kaum ein
Lebensmittel wird aktuell so gehyped wie die Buletten des
kalifornischen Unternehmens. Die Bratlinge auf Erbsenbasis
verzichten komplett auf tierische Zutaten wie Ei, Milch oder
Fleisch. Nach Angaben von Beyond Meat sind es weltweit die
ersten Burger auf pflanzlicher Basis, die direkt im Fleischregal
von US-Supermarktketten verkauft werden. Viele Händler hadern
aber noch damit, wo sie die Produkte am besten in ihren
Geschäften platzieren - und ob sie nicht doch besser in die
vegane Abteilung passen statt wie von Beyond gewünscht ins
Fleischregal. 
    Für das Unternehmen, Newcomer an der Börse, steht einiges
auf dem Spiel: Ein anderer Standort in den Regalen der
Supermärkte könnte das Wachstum behindern, hatte die
Burgerschmiede gewarnt. Beyond Meat könne dann nicht wie geplant
neue Kundengruppen gewinnen und auf Augenhöhe gegen echte
Fleischprodukte konkurrieren. Denn genau das ist die Strategie
der Firma: Beyond Meat wirbt vor allem um die Kunden, die gerne
Fleisch essen - zunehmend aber ein schlechtes Gewissen haben und
nun nach einer Alternative suchen. Das Unternehmen bewirbt seine
Produkte, zu denen neben Burgern auch Würstchen und
Hackfleisch-Ersatz gehören, damit, nicht nur wie Fleisch
auszusehen, sondern auch so zu schmecken. Vokabeln wie "vegan"
und vegetarisch" meidet das Unternehmen bewusst und fordert
Händler auf, seine Produkte nicht zu den veganen Lebensmitteln
zu stellen. "Sie finden es im Fleischregal", lautet einer der
Slogans von Beyond Meat.
    Analysten sehen in der strategischen Platzierung von Beyond
Meat einen großen Vorteil gegenüber Wettbewerbern und einen
Differenzierungsfaktor zum Erreichen eines möglichst breiten
Marktes, der sich nach ihrer Schätzung in den USA bis 2035 auf
100 Milliarden Dollar beläuft. Auch an der Börse kommt das
Geschäft der Kalifornier gut an: Der Börsengang Anfang Mai war
einer der erfolgreichsten in den USA seit Jahren. Die
Marktkapitalisierung von Beyond Meat kletterte auf inzwischen
mehr als sechs Milliarden Dollar von anfänglich 1,5 Milliarden,
obwohl das Unternehmen eingestand, möglicherweise nie Gewinne zu
erzielen - wie so viele Startups. Und auch bei den in dieser
Woche vorgelegten Quartalszahlen, den ersten seit dem
Börsengang, stand nicht die Ausweitung des Nettoverlustes im
Vordergrund, sondern der steil ansteigende Umsatz, der von den
Anlegern bejubelt wurde. urn:newsml:reuters.com:*:nL8N23D6TN 
    
    AUCH IN DEUTSCHLAND IN ALLER MUNDE
    In Deutschland sind die Beyond-Meat-Burger bislang nur bei
der Großhandelskette Metro B4B.DE  erhältlich. Dort liegen sie
im Fleischregal neben normalen Burgern und werden in den
Metro-Prospekten neben den normalen Fleischprodukten beworben.
In der vergangenen Woche zog der Discounter Lidl nach und bot
Beyond-Meat-Burger in einer speziellen Aktion an - allerdings
waren sie zum Ärger vieler Kunden in den meisten Filialen binnen
kürzester Zeit ausverkauft. "Wir arbeiten bereits mit Hochdruck
daran, dass der Beyond-Meat-Burger so schnell wie möglich wieder
in unseren Filialen erhältlich ist, und halten unsere Kunden auf
dem Laufenden", erklärte eine Lidl-Sprecherin. Da der Burger ein
Aktionsartikel gewesen sei, habe er in der Tiefkühl-Aktionstruhe
neben weiteren Aktionsprodukten wie beispielsweise den
Tiefkühlbrötchen gelegen.
    In den USA ist der Kampf ums Fleischregal unterdessen noch
nicht entschieden. Die Bio-Supermarktkette Natural Grocers, die
rund 150 Geschäfte in 19 Bundesstaaten betreibt, platziert den
Beyond-Meat-Burger im Tiefkühlfach neben anderen veganen
Produkten etwa aus Tofu, und nicht im Fleischfach. Man wolle
damit Verwirrung unter den Kunden vermeiden, erklärte
Co-President Kemper Isely. Andere Händler wie etwa Kings Food
Markets und Balducci`s Food Lover`s Market verkaufen die
Produkte von Beyond dagegen sowohl im Fleischbereich als auch in
dem mit Milchprodukten. Unabhängig davon sei die Nachfrage hoch.
"Die Kunden sehen das als eine neue Lebensmittelkategorie an",
sagt Stephan Corradini, Manager bei der Investmentfirma KB US
Holdings, zu der diese Supermarktketten gehören.
    Größere Handelsketten wie Target TGT.N , Walmart WMT.N ,
Whole Foods AMZN.O  und Ahold Delhaize waren nicht für eine
Stellungnahme erreichbar oder wollten sich nicht zur ihrer
Strategie äußern, wo sie die Produkte von Beyond platzieren. Die
kleine kalifornische Supermarktkette Gelson`s verkauft die
pflanzlichen Burger sowohl im Fleischregal als auch im Kühlregal
bei den veganen Produkten. Als diese zu Beginn nur im
Tiefkühlfach lagen, sei das Geschäft verhalten gewesen. Seitdem
Beyond Meat aber im Kühlregal angeboten werde, seien die Umsätze
um 60 Prozent angezogen, sagt Gelson`s-Manager Sean Saenz.
Beyond-Produkte aus dem Fleischregal werden nach Einschätzung
von Saenz von vielen Kunden mehr aus einem Impuls heraus
gekauft, um diese zu probieren. "Ich denke nicht, dass es jemals
so groß wie Fleisch sein wird, aber es trägt definitiv zu
wachsenden Verkäufen bei, nach denen jeder Einzelhändler sucht."
    Die klassische Fleischindustrie ist alarmiert. Denn schon
jetzt ist der Platz für Frischfleisch in den Supermärkten stark
limitiert. Der US-Verband der Rinderzüchter will die
Verkaufsflächen für echte Fleischprodukte reserviert wissen. Und
die Debatte darüber dürfte in den nächsten Monaten noch hitziger
werden - wenn noch mehr Konkurrenz kommt wie der Impossible
Burger von Impossible Foods und der Awsome Burger von
Nestle NESN.S .

 (Redigiert von Kathrin Jones. Bei Rückfragen wenden Sie sich
bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565
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 ((patricia.weiss@thomsonreuters.com; +49 69 7565 1337; Reuters
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